Rezension "Elias" in der Neuen Westfälischen vom 23. November 2016

Rezension "Elias" im Westfalen-Blatt vom 21. November 2016

Bericht im Westfalen-Blatt vom 6. Juni 2016


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Rezension im Westfalen-Blatt vom 22.12.2015

Ein beglückendes Festgeschenk

Madrigalchor Brakel brilliert mit Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns

Chorfoto Weihnachtsoratorium
Von Dagmar Korth

Brakel/Bad Driburg(WB). Man übertreibt kaum, wenn man die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns durch den Madrigalchor Brakel als ein rundum beglückendes Festgeschenk an die Musikfreunde bezeichnet.

Das »Oratorio de Noel op.12« ist ein frühes Werk des französischen Komponisten. Bei uns relativ selten aufgeführt, ist es ein besonderes musikalisches Juwel mit eindrucksvollen Chorsätzen und berührenden Arien der Vokalsolisten. Es kündet vom Wunder der Weihnacht, von inniger Freude und Überschwang und schafft es die frohe Botschaft in einer einzigen Szene zu konzentrieren.

Der Madrigalchor und die fünf Solisten hatten allergrößte Sorgfalt darauf verwandt, die Kunde von der Geburt Christi und den Lobpreis Gottes mit eindringlicher struktureller Plastizität in Szene zu setzen. Der Chor war wie gewohnt mit großer Sorgfalt präpariert. Der Text war selbst in unbequemen Höhenlagen und in polyphoner Verästelung durchgehend präsent. Dabei waren insbesondere der geschmeidigen Stimmgebung des Chores, in feiner Abstimmung mit dem Kammerorchester Opus 7, die differenzierten musikalischen Akzente zu danken.

Die Chorsätze spiegelten die Hoffnung und Glaubenskraft der Gemeinde wider. Schon der erste Chorsatz »Gloria in altissimis Deo« fesselte durch wache Präzision, durch klare Deklamation und klangliche Durchsichtigkeit, eine in dieser Qualität bei Laienchören nicht immer anzutreffende Tugend, die der Chor mit dem Orchester teilte.

In durchweg forschem Grundtempo bot Hans-Martin Fröhling, in dessen bewährten Händen die Gesamtleitung lag, mit dem Madrigalchor, dem Orchester und den Gesangssolisten eine beeindruckende Interpretation – dynamisch und kraftvoll akzentuiert, dabei aber elegant und farbenprächtig. Die konzert- wie liturgiewürdige Darstellung durch den Chor fand in den Vokalsolisten eine glanzvolle, in das musikalische Konzept eingebundene Entsprechung.

Das Solistenquintett mit dem farbenreichen Engelssopran von Kirsten Labonte, der schönen Mezzosopranstimme von Svenia Koch und vor allem dem warmen vollen Alt von Anna Werle begeisterten das Publikum. Ebenso die beiden Herren: Johann Penner, Tenor, sang seine Partie mit leichter klangschöner Höhe, und auch der bewegliche Bass Frank Dolphin Wong ist lobend zu erwähnen. Wohl keinen ließen die innigen Arien und Ensemblesätze der Solisten unberührt.

Begonnen hatte das stimmungsvolle Weihnachtskonzert in der St. Michael-Kirche mit einer Aufführung des »Magnificat RV 610« von Antonio Vivaldi. Brillant und glanzvoll vermittelten auch hier Chor und Solisten den immer währenden Lobpreis Gottes.

Die Verbindung zwischen den beiden Werken wurde durch zwei Tänze für Harfe und Streicher »Danse sacree« und »Danse profane« von Claude Debussy gezogen. Da durfte man sich besonders an dem subtilen feinsinnigen Spiel der Harfenistin Jenny Ruppik erfreuen. An der Orgel begleitete Friedhelm Flamme Chor und Orchester.

Das Publikum in der gut besuchten Kirche honorierte die sehr gute Leistung aller Mitwirkenden mit stehend gegebenem Applaus.

Rezension im Bad Driburger Kurier vom 1. April 2015


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Rezension im Westfalen-Blatt vom 24. März 2015


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