Unsere Planungen für 2021/22

Die Pandemie setzte sich leider fort, sodass das geplante Gemeinschaftskonzert von Madrigalchor und Salzkottener Singgemeinschaft, der Canto General von Pablo Neruda in der Vertonung von Mikis Theodorakis weiter aufgeschoben werden musste.

Auch das geplante Weihnachtskonzert haben wir schweren Herzens abgesagt. Dafür gibt es aber schon einen Ersatztermin am 15. Mai 2022. Dem Publikum wird dann das Magnificat in D ZWV 108 von Jan Dismas Zelenka und das Gloria in D-Dur RV 589 von Antonio Vivaldi geboten.

Jan Dismas Zelenka (1679 – 1745) baute gemeinsam mit dem Kapellmeister Heinichen ab ca. 1720 ein Repertoire an katholischer Kirchenmusik am Dresdner Hof auf. Im Mittelpunkt standen Messen und Psalmen. Eingeleitet wird das Magnificat von einem Bassthema, dem ein mächtiger Chorsatz folgt. Nach instrumentalen Soli und der Sopranistin mit Chor folgt das „Suscepit Israel“ als eindrucksvolle Alt-Arie, der ein Wechselgesang von Alt und Chor folgt, bis schließlich die Amen-Fuge das kleine Werk beschließt. Dieses Magnificat wurde im Jahr 1725 aufgezeichnet für einen feierlichen „solennen“ Rahmen.

Antonio Vivaldi (1678-1741) war aufgrund seiner an vielen europäischen Höfen aufgeführten Konzerte bereits zu seinen Lebzeiten grenzüberschreitend berühmt. Seine sacralen Werke – Oratorien, Messen, Solokantaten, Motetten u.a. – komponierte er bereits in jungen Jahren als Schüler seines Vaters Giovanni Battista, der Orchestermusiker in Venedigs Markusdom war. Antonio Vivaldi wurde im Jahr seiner Priesterweihe 1703 zum „Maestro de violino“ und im venezianischen Waisenhaus Pio Ospedale della Pietà zum „Maestro de concerti“. Dieses Waisenhaus würde heute wahrscheinlich einem Konservatorium entsprechen, denn die dort ausgebildeten Mädchen verblieben als anerkannte Künstlerinnen oft ihr Leben lang in dieser Einrichtung.

Die Sopransoli in unserem Weihnachtskonzert werden wieder von Irina Trutneva zu hören sein, die bereits in Rossinis Messe Solenelle vor 3 Jahren in Brakel brillierte. Die So­pra­nis­tin Irina Trut­ne­va widmet sich seit 2011 dem Opern- und Konzertgesang und hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik in Detmold.
Im Laufe der letzten Jahre sang sie Solopartien in mehreren Hochschulproduktionen, u.a. Lucia („The rape of Lucretia"), Lucy („The Telephone"), Lady („Martha") und Cendrillon („Cendrillon"). Sie tritt regelmäßig als Solistin in geistlichen sowie weltlichen Konzerten auf. Ihr Repertoire umfasst Werke aus Oratorien, Opern und Operetten sowie Kunstlieder.


Die 1995 geborene Mezzosopranistin Sarah Romberger studiert Gesang und im Master Liedgestaltung in Detmold.

Ihre stimmliche Bandbreite ermöglicht es ihr sowohl als Altistin in Oratorien als auch als lyrischer bzw. Koloratur-Mezzosopran im Opernfach zu überzeugen. „Sarah Romberger meisterte beeindruckende Kantilenen mit viel Stimmglanz. Sie ließ ihre Rolle lyrisch-emotional aufblühen und überzeugte im dramatisch kecken Gestus“.

Sarah Romberger sang mit den Bielefelder Philharmonikern, dem Detmolder Kammerorchester und der Nordwestdeutschen Philharmonie, war 2018 Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands und der Stiftung Studienfonds OWL und arbeitet außerdem als freiberufliche Gesangspädagogin.